
brAssMEN bliesen frohe BotschaftenVon Hans RühlUedem. Es waren nicht nur exzellente Bläservirtuosen, dien St. Laurentius mit ihren Blechinstrumenten glänzten. Ebenso verstanden sie sich auf Komik und Gags, und das half mit, ihre Musik den Besuchern in der halb besetzten Kirche menschlich näher zu bringen. "So sei es!"
Doch war da noch eins: Das Bläserquintett stellt sich auf sein Art in die Mitverkündigung des Evangeliums.
Schon der Bandname brAssMEN bekräftigt in den Großbuchstaben wie das Schlusswort vieler Gebete
die Zustimmung
"So sei es!". Frohe Botschaft bedeutet dabei, auch heitere Szenen ins Gotteshaus zu bringen, hier
die Zuhörer
zum Klatschen und Lachen zu animieren, wie farbige Völker es sich nicht nehmen lassen. Zwei Clous
vorweg: Da laufen plötzlich zwei Akteure mit Reisigbesen und Müllsack durch den Mittelgang, finden
sogar (programmgemäß) eine zerdrückte Krombacher-Dose und andere Relikte unserer Wegwerf-Gesellschaft.
Erkenntnis: Unseren Alltagsmüll können wir (sogar säuberlich) entsorgen. Wohin aber mit dem
seelischen Müll? Die Antwort
wird auch auf andere witzige Weise geliefert: Da klingelt plötzlich das Handy eines Künstlers:
Inhalt unwichtig — viel
telefonieren teuer.
Du schönes Morgenlicht
Danach ging es zum Kern ihres Anliegens: "Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin", wurde als Meditation
ebenso andächtig-weihevoll zelebriert wie der Bach-Choral "Brichan, du schönes Morgenlicht". Mit Strohhüten
schwirrten sie als Würden-, pardon, Hosenträger über den großen Teich und wärmten die Stimmung mit schmissigen
Dixieland-Klängen auf.
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